Krankheitsmanagement

 

 

Viele Wege führen nach Rom …


Obwohl es in der Behandlung der meisten Erkrankungen allgemeingültige Erfahrungen gibt, die sich in langen Jahren der Forschung und Erfahrung bewiesen haben, ist Heilung immer auch ein individueller Prozess. Keine Krankengeschichte ist gleich einer anderen, weil jeder Mensch einzig ist. Die Resonanz eines jeden Patienten auf eine bestimmte Therapie kann im Einzelfall anders und nicht vorhersehbar sein. Schon Hippokrates wusste um diese menschlichen Individualitäten, indem er sagte: 


„Es ist mir lieber zu erfahren 
was für eine Art Mensch eine bestimmte Krankheit hat, 
anstatt welche Art von Krankheit ein bestimmter Mensch hat.“



Unsere Welt bietet unzählige Heilungsangebote auf verschiedensten Sektoren. Klassische Schulmedizin, Psychotherapie, zahlreiche Naturheilverfahren, östliche Behandlungsverfahren, körperorientierte Therapien, klassische Homöopathie, bioenergetische Heilweisen und Geistheilmethoden stellen hier nur eine kleine Auswahl und Überbegriffe für die verschiedenen Behandlungsformen dar. Diese Fülle kann verwirren. Doch sie macht auch Mut, denn es können immer noch neue Wege gegangen werden, wenn bisherige Therapieversuche nicht den gewünschten Erfolg bescheren. 


Die eigene Heilung aktiv mitgestalten


Für einen erfolgreichen Heilungsweg ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Sie sich bewusst für eine Behandlung entscheiden. Überzeugt sein von der gewählten Heilmethode und Vertrauen in den jeweiligen Behandler sind grundsätzliche Voraussetzungen. Das ist besonders schwer, weil die Konfrontation mit einer schweren Krankheit immer auch Kontrollverlust und starke Verunsicherung bedeutet. Der Körper scheint eigene Wege zu gehen, die sich unserer Einflussnahme entziehen, Mach- und Planbarkeit des gewohnten Lebensalltags erfahren mehr oder weniger große Einschränkungen. Unter diesen Bedingungen ist es eine große Herausforderung, dennoch Selbstbestimmtheit zu leben. 


Manche kranke Menschen verlangen unter einer Krankheit daher vermehrt nach äußerer Führung. Nach einer Diagnose übergeben sie sich und ihren Körper ganz in die Verantwortung fachlicher Autoritäten und befolgen Therapievorgaben ohne deren Nützlichkeit und Stimmigkeit für sich selbst überprüfen zu können oder wollen. Wenn diese Therapiekonzepte auf Dauer dann versagen und sich der erhoffte Behandlungserfolg nicht einstellt, scheinen chronische Beschwerden und Krankheit für sie festgeschrieben. Nicht selten identifizieren sich Betroffene dann damit „austherapiert“ zu sein und halten persönliche Heilung nicht mehr für möglich.
Selbstbestimmte Menschen versuchen dagegen ihre Heilungswege in Übereinstimmung mit der eigenen Intuition zu wählen. Sie wissen, dass der Innere Heiler immer in Resonanz mit dem Äußeren Heiler (Arzt, Behandler) stehen muss, damit sich das Wunder wirklicher Heilung entfalten kann. Eigeninitiative, Informiertheit, Eigenverantwortung, und die Bereitschaft, die eigene Heilung zum wichtigsten Projekt des eigenen Lebens zu machen sind wichtige Bestimmungsstücke eins solchen Weges. Nach Dr. med. Bernie Siegel, Chirurg und auf dem Gebiet der Selbstheilung arbeitender Arzt und Buchautor gehen diesen Heilungsweg z. B. etwa ein Drittel aller Krebspatienten, den er als „kreativen Akt, der harte Arbeit und Hingabe erfordert bezeichnet.“


Kritisch Informieren ► Auf die innere Stimme hören ► Entscheiden

 
Der selbstbestimmte Umgang mit einer Erkrankung: kann sich meiner Erfahrung nach in folgenden Schritten vollziehen: 

Kritische Informationssichtung 
Um sich für geeignete Therapieformen entscheiden zu können, ist das Zusammentragen folgender Informationen wichtig: 
- Welche Verfahren kommen bei meiner Erkrankung zum Einsatz? 
- Welche Erfahrungen und Heilerfolge sind hierbei beschrieben? 
- Wo gibt es kundige Behandler für die gewählte Methode?
- Was kennzeichnet Heilungserfolge – generell und krankheitsunspezifisch?

Innere Stimme 
Vor der letztendlichen Entscheidung für eine Behandlung sollte die in Betracht kommende Behandlungsmethode mit den eigenen Bedürfnissen abgeglichen werden. Die Fragen


- Habe ich ein gutes Gefühl bei der gewählten Methode? 
- Habe ich ausreichendes Vertrauen zum gewählten Behandler? 


sollten uneingeschränkt mit ‚Ja’ beantwortet werden können. 

Entscheidung 
Ist die Entscheidung für eine Therapiemaßnahme getroffen, sollte anderen Behandlungsmöglichkeiten keine große Aufmerksamkeit mehr zukommen. Betreffende Informationen können evtl. für spätere Zeiten zur Kenntnis genommen, sollten in jedem Fall aber „bei Seite“ gelegt werden. Der unsichere Seitenblick „wäre diese andere Behandlung vielleicht doch besser für mich?“ hat einen schwächenden Effekt auf verfügbare Selbstheilungsenergien. Um diese wirkungsvoll entfalten zu können, ist eine Fokussierung auf den eigenen Weg immens wichtig. Die gewählte Methode sollte in uneingeschränkt gutem Glauben durchgeführt werden. Zweifel und Verzagtheit beeinflussen den Heilungsfluss und blockieren wertvolle Selbstheilungsenergien.

 

 

  

Angebote zum Krankheitsmanagement in meiner Praxis:
  • Falls nötig Hilfestellungen zu Fragen: Wo bekomme ich die nötigen Informationen über meine Erkrankung? 

  • Gemeinsame Sichtung geeigneter Unterstützungssysteme (Selbsthilfeliteratur, Selbsthilfeorganisationen)

  • Hilfen beim Hören auf die Innere Stimme.  Dabei können persönliche Krankheitsüberzeugungen (was Sie glauben wie Ihre Krankheit entstanden ist, welche Behandlung Sie für richtig halten, bzw. zu welchen Behandlungsmethoden Sie besonderes Vertrauen haben) wertvolle Hinweise auf mögliche Behandlungserfolge oder notwendige Verhaltensänderungen ergeben. 

  • Reflektion des Entscheidungsprozesses 

  • Zwischenbilanzen von Therapiemaßnahmen.  Gerade hier ist eine reflektierende Hilfestellung von außen hilfreich. Bei einem chronischen Leiden neigt man als Betroffener leicht dazu, kleine, aber stetige Heilerfolge nicht ausreichend wahrzunehmen und positiv zu bewerten.

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